Micha Purucker: Travelling Activity Zone



summer camp – workshop – inkubator




Travelling Activity Zone bei facebook

29.7. – 31.7.2011

REALITY CHECK

10 / 15 €


schwere reiter
Dachauer Straße 114

80636 München

Tram 12, 20, 21 oder Bus 53 Haltestelle Leonrodplatz              www.schwerereiter.de













Schlaglichter auf Lebensumstände Kreativer, die Zukunftsfähigkeit aller, Raumpolitiken im Besonderen mit Gästen aus Hamburg, Berlin, Nürnberg, ...


Fr 29. Juli 20:30

WEITERMACHEN – KREATIV.MACHT.WIRTSCHAFT – das Bild des Fallens in Theorie und Praxis oder „ORIENTIERUNGSLOSIGKEIT IST KEIN VERBRECHEN!“
Eine Lecture-Performance von Tatjana Turanskyj (Filmemacherin/Autorin) und Sven Seeger (Choreograf/Tänzer)

CREATE AND FORGET
aus der Reihe „Die Nacht und das Flüstern“ mit zwei Agenten der Hamburger Gruppe KiöR, Installation mit reisendem Update zu den privaten Fransen der künstlerischen Produktion im Zeitalter der Kreativagenturen. Zwei Agent/innen der Hamburger Gruppe KiöR kolportieren Münchner Nachrichten im Format "Geschirrtuch 2.0"; der kleine Abwasch zwischendurch zum Mitwirken … www.create-and-forget.org

KiöR e.V. entwirft und realisiert Aktionen im (halb)öffentlichen Raum. Ihre Aktivitäten werden sie unter die Aspekte "Nacht" und "Flüstern" stellen, also sich mit Kultur- und Kunstformen "hinter vorgehaltener Hand" befassen, die dem offiziellen Kunstmarkt wenig zugänglich sind, weil regional angelegt und nicht merkantil globalisierbar, sondern anwohner-bezogen. In assoziierten Veranstaltungen stehen nicht genehmigungs-pflichtige Formate zur Diskussion, die auch die künstlerischen Mittel für gesellschaftlichen Protest mit einbeziehen. www.kioer-ev.de

BEHAVIOUR IN CONCRETE AND MIST*
(Micha Purucker, performative und szenische Skulpturen): important news: cut.up von Interviews mit einer Nachrichtensprecherin und  einer ehemaligen Brokerin, the parc: Texte zu Raum und Umfeld; die Skulpturen bestehen aus einer Textvorlage in Kombination mit einer räumlichen Setzung und dem entsprechenden körpergestischen Material. Die Narration ist nicht linear, jede performative Skulptur ist die Ausformu­lierung nur eines Gedankens, einer Konstellation, einer Anordnung. Es gibt einen Verlauf, aber die Dauer fügt der Narration nichts hinzu: alles ist von Anfang an da...

FUTURE LODGE (zusammen mit co>labs, Nürnberg):
eigene Umfrage unter Schulkindern zu ihren Zukunftsvorstellungen











Sa 30. Juli 20:30

EINE FLEXIBLE FRAU



Spielfilm (deutsch mit engl. Untertiteln, 97 Min, Farbe) von Tatjana Turanskyj (Berlinale Forum 2010)
Preisgekrönter Spielfilm und narrativer Essayfilm um die identitätsstiftende Bedeutung von Arbeit und das Verhältnis von Fressen und Moral. Erstmals in München zu sehen!

Greta M. (großartig dargestellt von Mira Partecke) eine Frau mit einer postmodernen, brüchigen Architektinnenbiografie, verliert ihren Job. Auch im Callcenter wird sie gefeuert. Wie Don Quichotte kämpft sie gegen unheimliche Mächte an: ihren Sohn, die gefährliche Mutter­schaft, den Bewerbungscoach, die verhinderte Architektur des neuen Berlins (Townhäuser, Humboldtforum, soziale Stadtgrenzen) und nicht zuletzt gegen die eigene Paranoia und Statusangst, eine Frau ohne Auftrag zu sein. Sie trinkt und driftet zwischen Anpassung und Widerspruch durch ihr Leben. eineflexiblefrau.wordpress.com/

PRESSESTIMMEN / Auswahl

 ...Jeder sucht den Tanz, alle wissen, dass etwas falsch läuft. Was sei denn so schwer daran, seine Utopien zu verlieren? Greta fällt, weil sie als Architektin „das Flüchtige“ sucht, den „Nicht-Ort“. Also Tanz. Ein politischer Film, der viel erzählt über die wahre Stellung der Frauen und des Tanzes. Nur selbst tanzt die „flexible Frau“ kein einziges Mal.
Arnd Wesemann / TANZ zeitschrift / Nov. 2010

 ... „Eine flexible Frau“ ist eine pointiert ausformulierte, immer wieder mit inszenatorischen Volten überraschende Gegenwarts-Tragikomödie, die eine arbeitslose 40-jährige Architektin durch den Mahlstrom der Prekarisierung schickt. 
Isabella Reichert / DER STANDARD / 26.4.2010

 ... Die rauschhafte Erfahrung des Aus-der-Rolle-und-aus-der-Gesellschaft-Fallens, die hat man seit Ulrike Ottingers „Bildnis einer Trinkerin“ nicht mehr so schmerzhaft (schmerzhaft beglückend) gesehen.
Ulrich Kriest / www.filmgazette.de

Tatjana Turanskyj studierte Literatur- u. Theaterwissenschaft und Soziologie in Frankfurt am Main. Währenddessen arbeitete sie als Schau-spielerin bei Einar Schleef in Frankfurt und Berlin. 1999 Beginn der künstlerischen Arbeit im Performance- und Filmbereich, 2001 Gründung des Filmkollektivs hangover ltd* (2001-2007). Es entstehen u.a. die Langfilme „Petra“, „Hangover“, die im In- und Ausland auf Festivals und auf Aus-stellungen gezeigt wurden, sowie der preisgekrönte Kurzfilm „Remake“. Seit 2007 als freie Filmemacherin, Autorin und Theaterpädagogin tätig. "Eine flexible Frau" ist das Spielfilmdebüt von Tatjana Turanskyj als writer-director und Produzentin (Kinostart 2011).

Sven Seeger studierte Tanz an der Ballett Rambert School und an der Folkwang Hochschule Essen. Engagements mit der Ismael Ivo Company am DNT Weimar unter der Regie/Choreografie von u.a.: Gerald Thomas, Johann Kresnik, George Tabori. Er unterrichtet und gibt Workshops in zahlreichen Tanzinstituten: DIE ETAGE Berlin, dock11 berlin, tanzfabrik berlin, hochschule mendelsohn bartholdy leipzig/weimar dnt, jaques frank brüssel, dance kiosk hamburg. Sven Seeger choreografiert weiterhin für Musik-theater bzw. Schauspielproduktionen sowie verschiedene Jugendtheater.

CREATE AND FORGET
s. Freitag

BEHAVIOUR IN CONCRETE AND MIST*
s. Freitag



So 31. Juli 20:30
FINISSAGE

Ein Kaleidoskop aus bildnerischen Elementen der RAUM.SCHMIEDE (Workshopergebnisse) und Performativem aus

BEHAVIOUR IN CONCRETE AND MIST*













Anfang Juli 2011 wird die Entscheidung über den Ort der nächsten Olympischen Spiele bekanntgegeben und die Planung des sogenannten Kreativquartiers auf dem Schwere-Reiter-Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft des Münchner Olympiageländes geht mit diversen Veranstaltungen des Kultur- und Planungsreferats in die nächste Runde. Im September/Oktober soll der Wettbewerb zur Bebauung des Geländes starten, und im Februar/März 2012 abgeschlossen sein. Zu hinterfragen wäre der Begriff des „Kreativquartiers“. Was könnte das idealerweise bedeuten? Sind zwei Hallen, die der kulturellen Nutzung überlassen werden, bereits ein „Kreativquartier“?

Wären hier nicht besonders mutige und zukunftsweisende Ideen gefordert?

Bei der Veranstaltung „Kreativen Raum schaffen“ des Kulturreferates der Landeshauptstadt München am 30. Juni 2011, zu der Gäste aus dem In- und Ausland mit Best-Practise-Referaten eingeladen waren, wurde deutlich, dass es wünschenswert sei, Quartiere dieser Art von den künftigen Nutzern mitentwickeln zu lassen, und dass es wichtig sei, flexible Nutzungen und undefinierte Freiräume zuzulassen. Für Tanz- und Theaterleute ist Raum in erster Linie Erlebnisraum, etwas, das im Werden ist und nichts, das als gegeben gedacht wird.

“Was sind die funktionellen Annahmen, die man einer Planung zugrunde legt?” ist dabei nur eine der Fragen, die der Choreograf Micha Purucker aufwirft und zu deren Erörterung im Rahmen der Veranstaltung „... a somehow different use of space“ Gelegenheit besteht. Ausprobiert werden unterschiedliche und künstlerische Zugangsweisen der 'Raum.Produktion' und 'Raum.Konzeption' - es geht ausdrücklich nicht um Planungsdetails, sondern um einen erweiterten Begriff von Raum und den sich damit stellenden Aufgaben.

Unter dem Label sector 7 (travelling activity zone) hat Micha Purucker bereits im Dezember 2010 mit Assorted Oddities im schwere reiter unterschiedliche Raumpraktiken (Bühne, Film, Literatur, Stadt) zusammengeführt. An gleicher Stelle thematisiert er nun das Entstehen solcher Räume und das Entstehen der mit ihnen verbundenen Raumvorstellungen. Raum ist uns nicht einfach gegeben, er wird produziert; er ist das Ergebnis gesellschaftlicher Übereinkünfte und beinhaltet von daher naturgemäß eine starke politische Komponente. Im Juli 2011 lädt er unter dem gemeinsamen Titel ... a somehow different use of space zu zwei Veranstaltungsblöcken in den schwere reiter ein, um ein anderes Forum für den kreativen Umgang mit Aufgabenstellungen zu schaffen.

RAUM.SCHMIEDE ist ein dreitägiger Workshop vom 8. – 10. Juli 2011. Eine inszenierte Arbeitslandschaft zum öffentlichen Gebrauch, zu der Raumpiloten aller Art eingeladen sind. Die Ergebnisse dieses Workshops werden Ende Juli, im Rahmen des REALITY CHECK vom 29. – 31. Juli präsentiert.

behaviour in concrete and mist“ nennt Micha Purucker seine performativen Skulpturen, die er mit Beiträgen von Gästen aus Hamburg, Berlin und Nürnberg am 29. und 30. Juli präsentieren wird. Diese künstlerischen Stellungnahmen filmischer und performativer Art geben wiederum neue Impulse zu den Themenfeldern Kreativität mit und ohne Wirtschaft und die Zukunft der Arbeitswelt.

In zeitlicher Nähe zur Entscheidung über die Vergabe der Olympischen Spiele 2018 und in räumlicher Nähe zu einer Ikone der deutschen Nachkriegsarchitektur – dem Olympiapark mit seinem famosen Dach – erscheint eine erneute Vermessung des Terrains zwischen Utopie und Pragmatik auf dem Schwere-Reiter-Gelände  notwendig und möglich.

Presseinfo Download (PDF)





8.7. – 10.7.2011

RAUM.SCHMIEDE

freier eintritt


schwere reiter
Dachauer Straße 114

80636 München

Tram 12, 20, 21 oder Bus 53 Haltestelle Leonrodplatz              www.schwerereiter.de


„RAUM.SCHMIEDE“ ist ein dreitägiger Workshop. Eine inszenierte Arbeitslandschaft zum öffentlichen Gebrauch. Für Raumpiloten aller Art, jeglicher Profession und jeglichen Alters, besteht die Möglichkeit zur modellhaften Raum.Produktion, mit Gips, Pappe, Kleister, Stift, Holz, Papier und Sonstigem..Herzlich eingeladen sind Visionäre, Bastler, Drifter und Stadtnomaden, Forscher und Ingenieure, Anlieger, Kreative und Bewegte.

In zeitlicher Nähe zur Entscheidung über die Vergabe der Olympischen Spiele 2018 und in räumlicher Nähe zu einer Ikone der deutschen Nachkriegsarchitektur – dem Olympiapark mit seinem famosen Dach – erscheint eine erneute Vermessung des Terrains zwischen Utopie und Pragmatik auf dem Schwere-Reiter-Gelände notwendig und möglich. 

Ziel: Entstehen von visuellen und modellhaften Entwürfen, die sich erstmal nicht an der Pragmatik des Bauens ausrichten, sondern sich an Raumerleben und Zeichenhaftigkeit orientieren.



8. Juli 19:00 Eröffnung und Kickoff
„München – Geheimnisse einer Stadt“, ein Film von Dominik Graf und Michael Althen (2001). Der Film macht beispielhaft sichtbar, wie sich ein Ortsbewußtsein bildet. Er beobachtet auf eindringliche Weise das Werden der emotionalen, persönlichen Topographie einer Stadt am Beispiel Münchens.



9. Juli 11:00 – 20:00 Offene Werkstatt
Die Werkbänke und Arbeitsplätze stehen den experimentellen Raum.Denkern zur freien Verfügung. Alle drei Stunden Kickoffs in Form von Film-, Text- oder Musik. Das Material wird gestellt. 



10. Juli 11:00 – 20:00 Offene Werkstatt – siehe Samstag
Abends besteht die Möglichkeit zu Ideengrill und Barbecue. 


konzeption: micha purucker

mit michael kunitsch (licht), robert merdzo (sound)
sowie steven r. barrett, hans batz, anke euler, hannes gambeck,
gabriele graf, stephan herwig, beate höhn (co>labs), manuela müller,
zufit simon, peter slabon, josef weinert, u.a.


pressearbeit: beate zeller > kontakt


... a somehow different use of space mit freundlicher unterstützung von schwere reiter / tanz und tanztendenz münchen e.v.
micha purucker ist mitglied des tanztendenz münchen e.v.
* behaviour in Concrete and Mist zudem mit freundlicher unterstützung des kulturreferats der LH München und dem blzt,
aus mitteln des bayerischen staatsministeriums für wissenschaft, forschung und kunst
zeichnung: frank von grafenstein
fotonachweis: 1,2,3 sind von Volker Derlath, die 4,5 von Franz Kimmel.




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